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Karriere und Krebs - (K)ein Widerspruch?

Moderator Dani Fohrler, Linda Wälchli (KLSO), Kurt Jäggi (Leiter HR Glutz AG), Markus Rüegger (IV-Stelle SO) und Dr. Christine Beer (Fachärztin Innere Medizin FMH und Psychoonkologin) in der Podiumsdiskussion (v.l.n.r)

«Für eine erfolgreiche berufliche Reintegration braucht es Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Betroffenen, Arbeitgebern und Ärzten.» Mit dieser Aussage brachte Dr. med. Christine Beer, Fachärztin für innere Medizin und Psychoonkologin aus Solothurn, den Zweck der fachlichen Tagung im Solheure auf den Punkt. Abgesehen davon, dass jede Krebserkrankung individuell verlaufe, führten körperliche Einschränkungen, Angst und Zweifel nämlich sehr oft dazu, dass sich betroffene Menschen zurückziehen und aus der Berufswelt ausgeschlossen würden. Hier könnte das Gespräch zwischen medizinischem Fachpersonal, Betroffenen und Arbeitgebenden für Verständnis und Klarheit sorgen. Von Letzteren wiederum brauche es das Engagement, Mitarbeitende mit einer Krebserkrankung abzuholen, ihnen Zeit und Raum zu geben um sich mit der neuen Situation zurechtzufinden und sie zu ermutigen, Schritt für Schritt wieder Fuss zu fassen in ihrem Arbeitsalltag.

Diese Aufforderung teilte auch Kurt Jäggi, Leiter Human Resources bei der Firma Glutz AG in Solothurn: Er kennt die Schwierigkeiten, die eine Krebserkrankung für das berufliche Umfeld mit sich bringt aus eigener Erfahrung mit seinen Mitarbeitenden. Entsprechend offen und sensibilisiert zeigte er sich für die Situation krebskranker Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Dafür gab es viel Lob von Markus Rüegger, Teamleiter berufliche Wiedereingliederung bei der IV-Stelle des Kantons Solothurn, der sich nur zu gut mit den schwierigen sozialen wie auch finanziellen Folgen einer Krebserkrankung auskennt. So kristallisierte sich auch in der abschliessenden Podiumsdiskussion heraus: Nur im Zusammenspiel von Medizin, Sozialdienstleistern und Arbeitgebenden können fruchtbare Lösungen für die berufliche Reintegration krebsbetroffener Menschen gefunden werden.

Die Podiumsdiskussion zum Thema berufliche Reintegration

Was es braucht, damit man den Wiedereinstieg schafft

Wie eine gelungene Neuordnung der eigenen Lebens- und Arbeitsgewohnheiten aussehen kann, zeigte sich im Gespräch mit Urs Winterberger, selbst von Krebs und dessen Nachwirkungen betroffen, auf eindrückliche Art und Weise. Durch eine Umschulung vom Kältetechniker zum Arbeitspädagogen kann er heute wieder zu 50 Prozent arbeiten und seine eigenen Erfahrungen in seinem neuen Beruf gar zu Gunsten von Betroffenen einbringen.

Urs Winterberger, selber von Krebs betroffen, erzählt von seinem neuen Alltag