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Krebsliga SolothurnGesundheitsförderung & PräventionElektrosmog und RadioaktivitätGesundheitsförderung & Prävention

Elektrosmog und Radioaktivität

Wie gefährlich ist die unsichtbare Strahlung in unserem Alltag? Und wie kann man sich davor schützen?

Gesundheitsschädigende Umwelteinflüsse werden durch gesetzliche Grenzwerte und Schutzbestimmungen reguliert. Trotzdem empfiehlt es sich, die wichtigsten Faktoren zu kennen und sich diesen möglichst wenig auszusetzen.

Wie andere Umwelteinflüsse, etwa Feinstaub und UV-Strahlen, sind auch Radioaktivität und Elektrosmog für das Auge unsichtbar. Das macht es schwierig, die persönliche Strahlenbelastung zu erkennen und verunsichert viele Menschen. Deshalb ist es wichtig, die häufigsten Arten von Strahlung und ihre Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zu kennen.

Grundsätzlich gilt: Wir alle sind einer gewissen Strahlung im Alltag ausgesetzt. Teilweise ist diese natürlichen Ursprungs, teils durch menschliche Technologien hervorgerufen. In den meisten Fällen ist sie in der vorliegenden Konzentration aber unbedenklich.

Elektrosmog

Eine der meistdiskutierten und verbreitetsten Arten von Strahlung ist die durch elektrische und magnetsiche Felder technisch erzeugte Strahlung, häufig als 'Elektrosmog' zusammengefasst. Beispiele dafür sind etwa die Mikrowelle, das heimische WLAN oder die Mobilfunkstrahlung.

Ob im niederfrequenten Bereich (Mikrowelle, Hochspannungsleitungen) oder im hochfrequenten (Mobilfunk, WLAN, TV), alle diese elektromagnetischen Felder sind Teil der nichtionisierenden Strahlung. Das heisst, sie befinden sich in einem Frequenzbereich, der menschliches Gewebe zwarerwärmen, Moleküle und Atome aber nicht verändern kann. Deshalb gilt es als unwahrscheinlich, dass diese Art von Strahlung einen Zusammenhang zu möglichen Krebserkrankungen aufweist und durch medizinische Test konnte bislang kein erhöhtes Krebsrisiko nachgewiesen werden.

Trotzdem empfiehlt die Krebsliga im Sinne des Vorsorgeprinzips, die persönliche Strahlenbelastung möglichst gering zu halten. Da grundsätzlichrund 90% dieser persönlichen Strahlenbelastung vom eigenen Handy ausgeht und diese bereits auf dem ersten halben Meter Distanz rasant abnimmt, kann man mit einem bewussten Umgang damit viel erreichen. So wird empfohlen, beim Telefonieren entweder ein Headset oder die Freisprechanlage zu verwenden, möglichst dort zu telefonieren oder zu streamen, wo guter Empfang vorliegt und auf sogenannte Abschirmprodukte zu verzichten, die eine geringere Strahlenbelastung versprechen. Denn je schlechter der Empfang, umso stärker die Leistung und damit die Strahlenbelastung des Handys.

Radioaktivität

Radioaktivität begegnet uns besonders in Form von Radon im Alltag. Bauliche Massnahmen helfen dabei, dessen Konzentration in Innenräumen gering zu halten.

Wesentlich gefährlicher verhält es sich mit der sogenannten ionisierenden Strahlung, die etwa bei einer Röntgenuntersuchung oder der Strahlentherapie gezielt eingesetzt wird aber auch in der Natur in geringerem Masse vorkommt. Sie besitzt die Energie, um nachhaltige Schäden an Molekülen und dem menschlichen Erbgut zu verursachen.

Bei medizinischen Einsätzen von ionisierender Strahlung wird stets der Nutzen gegen das gesundheitliche Risiko abgewogen. Zusätzlich gelten strenge Schutzbestimmungen und Grenzwerte, die in der Behandlung aber auch beim Personal, das der Strahlung besonders stark und regelmässig ausgesetzt ist, zur Anwendung kommen.

Eine natürliche Quelle ionisierender Strahlung, die im Alltag häufig unterschätzt wird, ist das Edelgas Radon. Dieses ist in unterschiedlicher Konzentration in der Erde angelagert und kann aus dem Boden in undichte Innenräume gelangen. Dort nehmen es Menschen über die Atemwege in die Lunge auf, wodurch eine hohe lokale Strahlenbelastung entsteht. Nebst dem Rauchen gilt Radon als zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs - rund 10 Prozent der Lungenkrebsfälle werden europaweit darauf zurückgeführt.

Generell werden Neubauten durch bauliche Massnahmen vor ungehinderten Radon-Eintritten geschützt. Auch durch Sanierungsarbeiten an älteren Gebäuden kann die Radonkonzentration gesenkt werden. Im Zweifelsfall kann eine Radonmessung darüber Aufschluss geben, ob eine bedenkliche Konzentration vorliegt oder nicht. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Gesundheit.